Es ist zu spät für die Frau unter dem Luster
Bild: Konzept Ausstellungsansicht
Ferne Stimmen – wahrhaftig von der eigenen Hilflosigkeit und Nichtigkeit überzeugt. Kleine Melodien jener Charaktere (beschrieben in verschiedenen Zeitepochen), vorgeschickt zur Beschreibung gesellschaftlicher Bedingtheiten. Autobiografische Züge – Erinnerungen setzen das historische Bildmaterial als Skizze in Szene.
Bruchstücke von Texten vertrauen sich umfangreichen Bildsituationen an.
Collagiertes Arbeiten – Ausgangspunkt ist der Realitätseindruck nicht durchkonstruierter Sätze – Varianten von Wachzuständen.
Bezüge zur Realität und Arbeitsweise Kathy Ackers sind Teil der Inszenierung. (Grenzüberschreitungen, Plagiarismus als Kunstform …).
 „Charaktere strecken Ansammlungen ihrer Merkmale gegen den Himmel. Handgreifliche Wirklichkeiten bestimmen das Wissen, enthoben künstlerischer Traditionen.“ 
Die Inszenierung in Form einer installativen Filmcollage fordert nicht nur eine Beschäftigung mit der Anordnung ein; die Identifizierung der performativen Reaktion widerspricht einer raschen Orientierung.
Untersuchungsgegenstand: Wort- und Bildmaterial aus den Aktivitäten konstruierter Realitäten.

Kompositorische Entscheidungen / autonome Segmente
Position 1 / Collage-Fragmente; architektonisch verwendet. Eine Gliederung unterschiedlicher narrativer Möglichkeiten.
Position 2 / Videoinstallation; Konstruktionsentwürfe in Bewegung. Labormäßig isolierte Ausdrucksformen von Erinnerungen und Gefühlen.
Position 3 / Die Darstellergruppe; wird angesprochen von Echos verschiedener Erinnerungen (real, fiktiv durch Bilder oder akustisch). Ein Zugehen / Zuhören aus der Perspektive der Untersuchenden.
Position 4 / Der Beobachter; Legitimation des Vorhandenseins – Faszination einer nicht abgeschlossenen Welt.
Position 5 / Das mechanische Auge; ich, die Maschine, zeige euch die Welt, so wie nur ich sie sehen kann. Fotografisch isolierte Momente, übertragen in eine Welt außerhalb des begehbaren Kontextes.
Position 6 / Der Klang-Wagen „einer“ Vergangenheit; ein Wechselklang ohne Antwort. Produzierte Bildwelten brechen auf durch Tonfetzen, Stimm-Fiktions-Texte und Musikfragmente.
Ist die Aussage ohne Echoraum noch wahr?
Die Arbeit bedarf nur der Untersuchung.
Bin ich der Ursprung?

Ich erinnere mich!

Technische Daten
Wand links
Teil 1: kaschierte Arbeiten, gedruckt auf Plakatpapier
Teil 2: Projektion / Video-Still animiert

Wand rechts
Teil 1: montierte Collage „Torso“, gedruckt auf Metall, formgeschnitten
Teil 2: Projektion / Videoinstallation

Rückwand
kaschierte Arbeiten, gedruckt auf Plakatpapier

Im Raum
Skulptur 1: Acht Figuren im Raum, gedruckt auf Metall, formgeschnitten
Skulptur 2: Akustische Installation – Handwagen, umgebaut auf Sound-Skulptur
Skulptur 3: Klassischer Kristallluster

Performer
1. Beobachter
2. Gruppe von monochromen, aus der Zeit gefallen wirkenden Figuren
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